Die Hansestadt Herford wird Gastgeberin des Westfälischen Hansetags 2028. Das haben die Mitgliedsstädte des Westfälischen Hansebunds auf ihrer heutigen Versammlung beim 43. Westfälischen Hansetag in Hamm beschlossen. Grundlage der Entscheidung war eine Bewerbung der Stadt Herford.
Damit kehrt eines der größten Stadt- und Kulturfeste Deutschlands an einen Ort zurück, der eng mit der modernen Hansebewegung verbunden ist. Bereits 1983 wurde der Westfälische Hansebund in Herford gegründet, Sitz und Geschäftsstelle befinden sich seit jeher in Herford. 1989 beim 6. Westfälischen Hansetag und zuletzt 2013 mit dem 33. Internationalen Hansetag war die ostwestfälische Stadt Ausrichterin des Treffens zahlreicher Hansestädte. „Ich freue mich, dass Herford überzeugen konnte und den einstimmigen Zuschlag der Mitgliedsstädte für 2028 erhalten hat. Es ist wichtig, den Hansegedanken wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Wir blicken auf eine jahrhundertealte Tradition zurück und können stolz sein, uns Hansestadt nennen zu dürfen“, sagt Herfords Bügermeisterin Anke Theisen.
Der Städtebund umfasst aktuell 46 Mitgliedskommunen. Ziel ist die Pflege des historischen Erbes sowie die gemeinsame touristische und wirtschaftliche Entwicklung. Der jährlich stattfindende Hansetag gilt als zentrales Ereignis: Städte präsentieren sich an zwei Tagen mit Kultur, Kulinarik und touristischen Angeboten, tausende Besucherinnen und Besucher sorgen für volle Innenstädte.
Auch in Herford rechnen die Verantwortlichen mit großem Andrang. „Vielen Herfordern ist der Internationale Hansetag 2013 noch in guter Erinnerung. Selten haben wir über mehrere Tage einen solchen positiven Spirit in der Stadt gespürt. Daran wollen wir anknüpfen“, sagt Frank Hölscher, Geschäftsführer der Pro Herford. Die Stadtmarketingagentur war bereits im vergangenen Jahr vom Rat der Stadt mit der Durchführung beauftragt worden – unter der Voraussetzung eines erfolgreichen Zuschlags der Mitgliedsstädte. „Jetzt haben wir Planungssicherheit. Wir werden das Thema Hanse in den kommenden Jahren wieder stärker in den Fokus rücken.“
Die teilnehmenden Städte nutzen den Hansetag gezielt als Plattform, um sich als attraktive Reiseziele zu präsentieren, neue Besuchergruppen zu gewinnen und den eigenen Bürgern attraktive Erlebnisse in der Innenstadt zu schaffen. „Als Gründungsstadt und Sitz des Westfälischen Hansebundes liegt uns die Ausrichtung 2028 besonders am Herzen. Wir haben in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt, dass Großevents mit Strahlkraft ausgerichtet und Menschen aus der Region und darüber hinaus angezogen und fasziniert werden können. Wir möchten auch den Hansetag dazu nutzen, hiermit wichtige Impulse für Wirtschaft und Tourismus zu setzen.“
Für 2028 ist ein vielfältiges Programm geplant: Historische Märkte, Musik- und Kulturveranstaltungen, ein großes Hanse-Dorf mit Präsentationen der Mitgliedsstädte sowie Angebote für Familien und Kinder sollen die Innenstadt beleben. Gleichzeitig dient der Hansetag als Plattform für Austausch, Kooperation und die Weiterentwicklung des Hansegedankens im 21. Jahrhundert. „2013 lautete unser Motto `Gemeinsam mehr bewegen´. Dieses Credo ist weiterhin aktuell, denn gemeinsam erreichen wir einfach mehr für Herford“, sagt Hölscher.
Mit dem Zuschlag für 2028 knüpft Herford an seine hanseatische Tradition an und stärkt zugleich seine Position als bedeutender Kultur- und Tourismusstandort in Westfalen.
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